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Skyping.
One to four.



Series of paintings, oil on canvas, 75 x 45 cm, 2019

 










Ausgangspunkt der Serie Skyping. One to four. sind Screenshots, die während einer Skypekonversation aufgenommen wurden. Programme wie Skype, Discord oder Zoom ermöglichen es heute, über weite Distanzen das Gefühl von Nähe und Vertrautheit herzustellen. Freund:innenschaften, Geschäftsbeziehun- gen, Liebesbeziehungen oder Elternschaften können so vollzogen werden.

Die Portraits stellen jedoch nur eine Seite der Konversation dar - die Künstlerin, nicht aber ihre Gesprächspartner:innen. Im Mittelpunkt steht somit eher die Auseinandersetzung mit der eigenen Position (im virtuellen Raum) als die Kommunikation mit Anderen.

Die Serie verhandelt Zusammenhänge zwischen dem Medium Screenshot und dem Medium Malerei. Die Technik des Screenshots, ermöglicht es bestimmte Momente festzuhalten, doch was sie dann? Dokument, Foto, Darstellungsraum, Objekt...?

Da nur kleine Ausschnitte aus den Bildschirmaufnahmen ausgewählt werden, entstehen eigenständige Motive, die kaum noch als Screenshots zu erkennen sind. Durch den langwierigen Prozess des Malens werden die kleinen Bildausschnitte vergrößert und ihre digitale Materialität wird in eine analoge Materia- lität über-setzt. Der grobe Duktus, die Weißflächen und der Grauschleier der sich über die Portraits legt, sind Versuche sich einer bestimmten Bildschirmästhetik anzunähern die von Unschärfe und Verzerrung geprägt ist.